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Fahrsicherheitstraining für Blaulicht-Fahrer
In der Arena Hohenlohe in Ilshofen konnten an diesem Wochenende Einsatzkräfte der Feuerwehren im Landkreis Schwäbisch Hall und des Ostalbkreises an einem Fahrsicherheitstraining teilnehmen. Die Schulung richtete sich speziell an Fahrer von Einsatzfahrzeugen und ging auf die spezifischen Gefahren von Einsatzfahrten ein. Ein solches Training ist für Einsatzfahrer besonders wichtig, da es bei Fahrten mit Blaulicht und Einsatzhorn ein deutlich höheres Unfallrisiko gibt als bei normalen Fahrten. Es kommt etwa 17-mal häufiger zu Unfällen. Die Gefahr, dass Fahrer oder Beifahrer schwer verletzt werden, ist etwa achtmal höher. Unfälle mit Todesfolge treten etwa viermal so häufig auf.
Das Training gliedert sich in zwei Einheiten, zunächst werden die theoretischen Grundlagen und die Fahrphysik noch einmal aufgefrischt. Dann wurde speziell auf Verhalten und Grenzen des Fahrzeugs in verschiedenen Situationen, sowie Fahrtechniken, um im Ernstfall richtig und schnell zu reagieren, eingegangen. An verschiedenen Beispielen wurde sich mit dem Thema Unfälle auf Alarmfahrten auseinandergesetzt und reflektiert, wie diese Unfälle zu vermeiden gewesen wären. Außerdem wurden die rechtlichen Grundlagen für Alarmfahrten beleuchtet.
Im anschließenden Praxisteil standen das Bremsen, sowie Fahrzeughandling im Vordergrund. In fünf Übungen wurden verschiedene Situationen simuliert und die Fahrer im Umgang mit ihrem Fahrzeug geschult. Im Kern geht es darum das eigene Fahrzeug besser kennen zu lernen, wie auch zu wissen, wo die Grenzen liegen. Während die Feuerwehr im Notfall von der Straßenverkehrsordnung befreit ist, gilt das nicht für die Gesetze der Physik.
Es wird zwar bei jeder Fahrt die Bremse betätigt, aber auch eine Gefahrenbremsung sollte geübt werden. Dabei achtete der Trainer nicht nur darauf, dass das tonnenschwere Einsatzfahrzeug schnell zum Stehen kam, auch die Sitzposition des Fahrers wurde begutachtet und gegebenenfalls korrigiert. Auch verschiedene Untergründe wurden getestet: trockene Fahrbahn, nasse Fahrbahn, Schneedecke (simuliert mit einer nassen Folie) und unterschiedlich griffige Untergründe. An einer anderen Station wurde das genaue Gegenteil geübt: sanftes Abbremsen bis zum Stand. Dieses wird bei nicht gefährlichen Situationen angewandt, damit die Mannschaft im Fahrzeug nicht gefährdet wird. Im weiteren Verlauf wurde auch ein Hindernisparcours durchfahren, der typische Konstellationen bei Einsatzfahrten nachstellte.
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